Brigittenau

Menschenkette rund um’s Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus

Bild: Filip Worotynski

SPÖ Brigittenau, sozialdemokratische Gewerkschafter und viele Vertreter der Zivilgesellschaft folgen dem Aufruf zur Menschenkette rund um das Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus.

Grund: in den letzten Wochen machten viele innerhalb und außerhalb der AUVA Tendenzen aus, dass der Vertrag mit Wien bei Beibehaltung des Standorts Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus und Sicherung der Arbeitsplätze Zug um Zug seitens des Managements ausgehöhlt werde. Rund 150 Menschen protestierten bei dieser spontan organisierten Kundgebung.

Rund um das Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus wurde quasi ein Schutzring aus Menschen gezogen. Man protestierte gegen die Reduktion der Beiträge der Unternehmer zur Unfallversicherung, die eine dramatische Verringerung der Leistungen für die Arbeitnehmer bedeutet.

 

Gemeinderat Erich Valentin:

„Umzugspläne, die der AUVA zusätzlich im Jahr 1,8 Millionen € aufhalsen sollen; Einsparungen in der Höhe von 150 Millionen für die Betriebseigentümer an Beiträgen und für die für 5 Millionen Versicherten der AUVA weniger Leistung und in den Spitälern weniger Betten sind die Folgen der Politik der Bundesregierung. Für die Brigittenau bedeutet das eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung und den Verlust von Arbeitsplätzen. Mit der Stadt Wien ist ein Fortbestand des Krankenhauses als Versorgungseinheit seitens der AUVA vereinbart. Die letzten Aktionen der AUVA scheinen diese Vereinbarung zu unterlaufen. Das wollen wir mit voller Kraft verhindern.“

 

Bezirksvorsteher Hannes Derfler:

„Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gehen in der Brigittenau in den nächsten Jahren in Pension. Dazu kommt die unklare Situation bezüglich des Weiterbestandes des Lorenz Böhler Unfallkrankenhauses. Medizinische Versorgung darf in der Brigittenau nicht zur Baustelle werden.“